Corona-Maßnahmen in Schulen ab dem 10. August 2022 – Brief der Ministerin an die Eltern

Corona-Maßnahmen in Schulen ab dem 10. August 2022 – Brief der Ministerin an die Eltern

Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte,
heute wende ich mich an Sie, um Sie frühzeitig über die Corona-Maßnahmen
in den nordrhein-westfälischen Schulen ab dem 10. August 2022 zu
informieren.

Die aktuelle Pandemiesituation zeichnet sich zwar durch hohe Infektionszahlen
aus, aber die Zahl schwerer und insbesondere intensivmedizinisch zu
behandelnder Erkrankungsfälle bleibt weiterhin stabil auf einem geringen
Niveau. Hinzu kommt, dass die Immunisierung in der Bevölkerung und damit
auch unter Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften durch Impfungen
und bereits durchgemachte Infektionen deutlich zugenommen hat. Dies
ermöglicht derzeit ein öffentliches Leben ohne größere Einschränkungen bzw.
weitgehende Schutzmaßnahmen. Der Eigenverantwortung der Menschen und
ihren Erfahrungen im Umgang mit dem Virus kommt in dieser Phase der
Pandemie eine zentrale Bedeutung zu. Dies gilt gleichermaßen für das Leben
im Alltag wie auch in der Schule.

Klar ist, dass eine Infektion mit den aktuell dominanten Virusvarianten zu
Symptomen führen kann, die eine Teilnahme am Unterricht für einige Tage
unmöglich machen. Dies unterscheidet COVID-19 zwar nicht von anderen
Erkrankungen, kann aber bei gleichzeitiger Betroffenheit einer Vielzahl von
Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften für den Unterrichtsbetrieb eine
besondere Belastung bedeuten.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, auch eigenverantwortlich weiterhin
auf bewährte Infektionsschutzmaßnahmen zurückzugreifen und auf diese
Weise dazu beizutragen, dass die gesundheitlichen Risiken durch die Corona-
Pandemie in den Schulen weiterhin möglichst gering bleiben. So tritt auch in
der Schule ein eigenverantwortlicher Umgang mit dem Virus stärker in den
Vordergrund und wird durch die Schulen aktiv unterstützt: Abstände sollten da
eingehalten werden, wo dies sinnvoll möglich ist. Regelmäßiges Hände
waschen sowie das freiwillige Tragen einer Maske werden empfohlen. Das
regelmäßige Lüften der Klassenräume wird beibehalten.


Bei der neuen Teststrategie wird das Ziel einer anlassbezogenen Testung im
häuslichen Umfeld verfolgt. Dies bedeutet, dass ich Sie als Eltern darum bitte,
Ihr Kind im Verdachtsfall d.h. bei Vorliegen der typischen COVID-19-
Symptome wie beispielsweise Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Geruchs-
/Geschmacksverlust, erhöhte Temperatur vor Antritt des Schulweges selbst
zu testen und gegebenenfalls zuhause zu behalten.

Die hierfür benötigten Antigenselbsttests werden vom Land zur Verfügung
gestellt. Das Verfahren sieht vor, dass die Schülerinnen und Schüler das
Testmaterial über die Schule erhalten und dies bei Bedarf im häuslichen Umfeld
im Zuge einer freiwilligen Testung anwenden. Am ersten Unterrichtstag besteht
die Möglichkeit, sich in der Schule selbst zu testen.

Sollte sich bei einem Kind in der Schule aufgrund offenkundiger Symptome
einer Atemwegsinfektion ein begründeter Verdacht auf eine mögliche Corona-
Infektion ergeben, wird die zuständige Lehrkraft oder Betreuungsperson die
Schülerin bzw. den Schüler darum bitten, eine anlassbezogene Testung mit
einem Antigenselbsttest vorzunehmen. Auf den Test kann in der Regel dann
verzichtet werden, wenn eine Bestätigung der Erziehungsberechtigten vorliegt,
dass ein Test mit negativem Ergebnis am selben Tag vor dem Schulbesuch
zuhause bereits durchgeführt wurde.

Eltern wird somit die Möglichkeit eröffnet, grundsätzlich eine Testung ihrer
Kinder in der Schule auch bei Symptomen zu vermeiden, wenn sie die Schule
über die vor dem Schulbeginn zuhause durchgeführte Testung und das
negative Testerqebnis formlos unterrichten. In diesen Fällen erfolgt nur bei einer
offenkundigen deutlichen Verstärkung der Symptome im Tagesverlauf eine
erneute Testung in der Schule.

Liebe Eltern!
Bei der weiteren Bekämpfung der Corona-Pandemie in der Schule baue ich auf
die von Vertrauen geprägte Zusammenarbeit zwischen Ihnen und den übrigen
Beteiligten an Schule. Ich bin mir sicher, dass wir die Pandemie in Schulen
eindämmen sowie nach und nach zurückdrängen können, wenn jeder für sich
und andere Verantwortung übernimmt. Wie dies geht, wissen wir alle. Jetzt
kommt es darauf an, dies mit Augenmaß und Verstand auch umzusetzen. Uns
alle eint das Ziel, die Schulen als Lern- und Begegnungsort offen zu halten.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern einen guten und gesunden Schulstart in
das Schuljahr 2022/2023.


Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Feller

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